Fachfortbildung Trauerbegleiter*in

Das Seminarangebot richtet sich vor allem an Berufsgruppen aus dem psychotherapeutischen Kontext, Berater*innen, Therapeutinnen und Therapeuten.
  • Termine:
    Sa. 29.04.2023
    Sa. 13.05.2023
    Sa. 27.05.2023
    Sa. 10.06.2023
    Sa. 24.06.2023
    Sa. 02.09.2023
    Sa. 16.09.2023
    Sa. 30.09.2023
    jeweils 09:00 – 16:00Uhr 
  • Seminarort sowie Anmeldung:
    Paracelsus Schule Dresden
    Schweizer Straße 3a, 01069 Dresden
    Tel. (0351) 472 145 15
    Seminarnummer: SSA08290423
    Preis: 960,- Euro
  • Leitung/ Dozent:
    Andreas Bergmann (Dipl.-Sozialpädagoge, Geprüfter Psychologischer Berater VFP, Psychoonkologischer Berater, Trauerbegleiter)

Wie Trauer erlebt wird
Die Trauer ist ein natürlich aufkommendes Gefühl auf einen Verlust. Dies kann eine nahestehende verstorbene Person, die plötzliche Arbeitslosigkeit oder ein unerfüllter Lebenstraum sein. 
Je inniger die Bindung ist, desto schmerzlicher erleben wir meistens den Verlust. Ein solches Ereignis rüttelt unseren Körper, unsere Seele und unseren Verstand durcheinander und kann unser Leben aus dem Gleichgewicht bringen. Wir fühlen uns im schlimmsten Fall zur Hälfte amputiert und verlieren für einen Moment unsere vertraute Identität. Damit unsere Seele in innerer Balance bleibt, reagieren wir zum Schutz mit Trauer. Ohne diesen notwendigen Reaktionen verdurstet unsere Seele und ein liebevolles Abschiednehmen fühlt sich irgendwie nicht gut an. 
Als psychologische Fachkräfte haben wir mit Menschen Kontakt, die belastende Lebensereignisse nicht gleich mit „normalen“ Trauerreaktionen in Verbindung bringen. Damit wir den Klienten den nötigen Halt und eine Orientierung geben können, ist es nach meinen Erfahrungen besonders wertvoll, unsere eigenen „Trauerwunden“ klar zu erkennen und ihnen mit Selbstfürsorge zu begegnen. Im Rahmen der „Fachfortbildung zum Trauerbegleiter*in“ möchte ich Dich einladen, sich mit dem Bereich „Trauer“ näher vertraut zu mache.

Was Dich als Ansprechpartner*in für Trauernde auszeichnet:

  • Kenntnisse über Trauermodelle – Phasen vs. Traueraufgaben
  • Das Know-how in der Trauerbegleitung bedarfsgerecht einsetzen und aufmerksam
    hinterfragen
  • Individuelle Trauergefühle, Ressourcen, Symptome, Konflikte und Krisen kompetent
    besprechen (Interventionen)
  • Trauerreaktionen und psychische Beeinträchtigungen wie Traumata, oder Depressionen unterscheiden können
  • Die ICD-11 „Anhaltende Trauerstörung“ als eigenständige Diagnose verstehen
  • Unterschiedliche religiöse Weltanschauungen, deren Trauerreaktionen und Rituale wertschätzen
  • Wege für ressourcenorientierte Unterstützung ebnen
  • Trauerrituale kreativ gestalten und ausprobieren
  • Empathische Gesprächsführung (vom Erstkontakt, Kontrakt bis zum Abschlussgespräch) anwenden
  • Abwägen inwieweit Einzelberatungen, Gruppenangebote, ein Trauercafé oder eine Psychotherapie hilfreich ist
  • Die Grenzen der eigenen Fachkompetenz einschätzen lernen
  • Selbstfürsorge und Selbstachtung insb. bei Entscheidungen im Beratungsprozess
  • Eigene Trauergefühle wahrnehmen (Selbstreflexion)
  • Eine bewusste Auseinandersetzung mit den Themen Trauer, Sterben und Tod

Ich danke Dir für das Interesse und freue mich Dich kennenzulernen.

Lasst uns miteinander lernen, lachen, trauern, tanzen…
Andreas Bergmann Logo

Diplom-Sozialpädagoge
Psychoonkologischer Berater 
Friedrichstrasse 25c
01067 Dresden

Ab Bahnhof Mitte 5 Min. Fußweg